Immer wieder ist in der aktuellen Presse von Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojanern die Rede. Aber wie gläsern ist man als Internetsurfer wirklich?

Sehr gläsern! Es gibt verschiedene Möglichkeiten an Daten von Internetsurfern zu kommen. Der Bundestrojaner ist da sicherlich noch die unwahrscheinlichste. Da hierfür, wenn er denn kommt, hoffentlich ein richterlicher Beschluss nötig sein wird.

Cookies und neuerdings auch Flash-Cookies sind da schon alltäglicher. Diese kleinen Dateien speichern verschiedene Daten, z.B. den letzten Besuch und den Benutzernamen. Eigentlich für den Komfort des Besuchers gedacht, lassen sich hiermit aber auch interessante Rückschlüsse auf den Surfer zurückführen.

Normal ist, dass der Betreiber einer Website die IP-Adresse, den Browser, das Betriebssystem erkennen kann (siehe Grafik / das sind Ihre Daten). Die Daten sind Datenschutztechnisch aber unteressant, weil diese kaum Rückschlüsse auf die Identität des Besuchers zulassen. Die IP-Adresse lässt sich nur über den Provider (Telekom, 1und1, Acor, usw.) entschlüsseln. Dieser kann anhand einer IP den Namen des Internetsurfers ausfindig machen. Der Provider speichert die Daten seiner User (Vorratsdatenspeicherung) Diese Zeit wie lang die Daten aufbewahrt werden sollen möchte die Politik ab 2008 auf sechs Monate erhöhen.

IP

Viele Internetseiten möchten auch E-Mailadresse um ihnen ein Benutzerkonto einzurichten. Persönliche Daten sollten sie aber nur bei wirklich vertrauenswürdigen Seiten preisgeben (...sonst sind Spammails vorprogrammiert). Für alle anderen Seiten gibt es z. B. den Dienst www.bugmenot.com . Hier wurden für sehr viele Seiten bereits anonyme Benutzer angelegt, welche man kostenlos benutzen darf.

Um wirklich anonym zu surfen gibt es verschiendene Dienste. So wird auf der Seite http://xerobank.com/xB_browser.html der XB Browser angeboten. Dieser Firefox Browser kommt ohne Installation aus und verbindet sich über einen Tordienst. Dieser fordert über seine eigene IP-Adresse die Informationen an. Leider macht dieses Verfahren das Surfen doch recht langsam und ist nicht auf Dauer eher mühsam. Es gibt allerdings auch Dienste die deutlich schneller arbeiten, dann aber auch gegen Bezahlung. (Wer mit dem XB-Browser surft ist nur solange anonym, wie man keine Login-Daten usw. eingibt.)

Jedem Benutzer des Firefox sei noch die Seite http://firefox.erweiterungen.de/kategorie/sicherheit_und_privatsphaere/ zu empfehlen, hier findet man einiges was das Surfen im Netz sicherer / anonymer macht.